TSY (traumasensitives Yoga)

Sind Sie gedanklich oft im gegenwärtigen Moment, ohne sich zu viele Gedanken/Sorgen um Vergangenheit und Zukunft zu machen? 
Spüren Sie Ihren Körper und seine Signale? Nehmen Sie sich rechtzeitig eine Auszeit, ehe Ihnen „alles über den Kopf wächst“ oder sich ernsthafte Erkrankungen zeigen? 
Gelingt es Ihnen, selbstbestimmt und unabhängig von Anderen zu handeln? 
Fällt es Ihnen leicht, auf Ihr Bauchgefühl zu hören und eigene unabhängige Entscheidungen zu treffen? 
 
Die meisten Menschen werden diese Fragen mit nein beantworten. 
 
Oftmals stecken traumatische Erfahrungen dahinter. 
Dabei betrifft dies nicht nur Menschen, die ein Schocktrauma, wie z.B. nach einem Unfall, im Krieg oder bei einer Naturkatastrophe erlitten haben. 
Gerade Menschen mit Entwicklungstraumata (z.B. physische oder psychische Gewalt in der Kindheit) leiden im Erwachsenenalter häufig darunter, sich nicht lebendig zu fühlen, nur zu funktionieren, nicht „nein“ sagen zu können, sich ständig Sorgen zu machen, perfekt sein zu müssen oder Wut und Hass nicht regulieren zu können, um nur einige Beispiele zu nennen. 
 
Im traumasensitives Yoga nähern wir uns auf sanfte Weise unserem Körper wieder an, hin zu mehr Affektregulation, Körperwahrnehmung und Selbstwirksamkeit. 
Wir üben Haltungen (Asanas) und Atemkontrolle (Pranayama), welche speziell erarbeitet wurden, um „traumatischem Stress“ entgegenzuwirken. 
Es geht dabei weder um Sport noch um Leistung. Der Fokus liegt im Training von achtsamen Wahrnehmen körperlicher Empfindungen, die Betroffene dabei unterstützen, emotionale und körperliche Reaktionen beobachten zu können, ohne von ihnen überschwemmt oder überwältigt zu werden. 
 
Anders als im Sportunterricht oder im üblichen Yoga entscheiden Sie im TSY selbst, wie lange und intensiv Sie Ihre Übungen gestalten möchten, ebenso auf welche Weise Sie eine Haltung einnehmen möchten. Es steht Ihnen jederzeit frei, Ihre Selbstbestimmung und Ihre Handlungsfreiheit ins Zentrum zu stellen. 
 
Traumasensitives Yoga ist eine evidenzbasierte ergänzende Methode zur Behandlung komplexer Traumafolgestörungen. Im Zusammenhang mit anderen Traumatherapiemethoden (z.B. TAKT-Traumatherapie) können Synergieeffekte eintreten, vor allem bei Patienten, die auf eine kognitive Verhaltenstherapie kaum oder wenig ansprechen. 
 
Mehrere Studien ( West 2017, van der Kolk 2014,2016) belegen, dass TSY im Bereich der psychischen Erkrankungen einen wertvollen Beitrag leisten kann, wie beispielsweise die Symptome von Depression, Angststörung oder einer posttraumatischen Belastungsstörung mindern. Neben diesen Effekten berichteten Studienteilnehmer von einer verbesserten Lebensqualität, einem positiven Zugang zu ihrem Körper und von einem Zuwachs an Selbstfürsorge. 
 
Der Kurs findet in geschlossenen Gruppen von max. 5 Personen über einen Zeitraum von 8 Wochen (1h/Woche) statt. 
 
Wir üben im Stehen und auf Stühlen, was diese Art von Yoga auch älteren Menschen oder Menschen mit körperlichen Beschwerden ermöglicht. 
 
Sie können in bequemer Straßenkleidung üben. 

Falls ich Ihr Interesse geweckt habe, rufen Sie mich an oder schreiben Sie mir.